Ekiden Strasbourg 2014


Auf Initiative unseres Teamchefs Thomas Eiche haben 6 motivierte Lehrerinnen und Lehrer der Europäischen Schule am Ekiden des Straßburger Marathons teilgenommen. Jede sprachliche Sektion war mit jeweils zwei Lehrkräften gut vertreten ; dank unseres jüngsten Talents Ylenia Casadio kann man auch von einem intergenerationellem Lauf sprechen, und mit Susanne Weisenberger war ebenfalls die Grundschule in Hochform repräsentiert.


Der erste Wechsel zwischen P3/P4 (Weisenberger) und S1 (Denni) hat hervorragend geklappt und verspricht viel für den zukünftigen Übergang Grundschule/weiterführende Schule unserer Schülerinnen und Schüler !
Die Schreiberin dieser Zeilen hatte das Glück- wenn nicht die Fahne unserer Schule, so doch den Staffelgürtel – über die Passerelle Mimram auf deutschen Boden zu tragen. Dort wartete allerdings eine Enttäuschung : die Stadt Kehl, die den Eurodistrikt-Lauf empfing, wirkte wie ausgestorben. Auch die einzelnen Passanten in den Straßen bemühten sich nicht, die Läufer zu ermuntern. Dies haben die Ekiden-Teilnehmer, die wir lediglich Strecken zwischen 5 und 10 Kilometern zu bewältigen hatten, gut verkraften können. Die Läufer jedoch, welche die mythische Distanz von 42 Kilometern zurücklegen mussten, hätten sich sehr über eine Anfeuerung gefreut, so wie unsere Schüler über jedes Lob glücklich sind ! Viele der französischen Teilnehmer sind sehr enttäuscht über die „kalte Haltung“ der Deutschen gewesen. Beim Marathon handelt es sich eben nicht nur um ein sportliches Ereignis, sondern auch um eine interkulturelle Begegnung. (Anmerkung : die deutschen Teilnehmerinnen der Gruppe möchten betonen, dass beim Marathon ihrer Heimatstädte 200 000 bzw. 1 Million Zuschauer die Läufer kräftig anfeuern.).


Zurück zum Lauf, nie kam der Verfasserin dieses Beitrags der Weg zur Schulsekretärin Sophie Katgermann so lang vor wie auf den letzten 2 Kilometern. Die Distanz zwischen Lehrerzimmer und Sekretariat ist zweihundertmal geringer ! Falls am Ende dieser Strecke etwas Zeit verloren gegangen sein sollte (das aufgrund einer anstrengenden Woche unwahrscheinliche Laufziel lautete 1 Periode S5-S7, die Zeit ist aber zumindest unter 1 Periode S1-S4 geblieben), so hat Sophie Katgermann dies mit ihren organisatorischen Fähigkeiten wieder wettgemacht, indem sie einen perfekten Wechsel realisierte.


Nach drei Läuferinnen ging mit Coach Thomas Eiche der erste Mann unserer Gruppe an den Start. Vorher hatte er sich mittels Handy über den Stand der Dinge auf dem Laufenden gehalten, nun bewies er mit einer souveränen Leistung, dass man sich auch auf seine Beine verlassen konnte. Der „Staffelstab“ blieb anschließend in den Händen der Naturwissenschaften. Ylenia Casadio zeigte sich nur 13 Monate nach Geburt ihrer Tochter topfit. Last but not least sorgte Steve Penton als Schlussläufer dafür, dass der Ekiden der Europäischen Schule nicht in einer Shakespeareschen Tragödie, sondern in einem Happy End endete.


Über die Fachgrenzen und Sprachsektionen hinweg haben die Lehrerinnen und Lehrer in einer an Emotionen und Adrenalin (Zitat Sophie Katgerman) reichen Darbietung die Europäische Schule repräsentiert und dabei zu einem erfolgreichen Beispiel von Team-Building beigetragen. Angespornt durch dieses schöne Erlebnis des Austauschs, der Solidarität und des gemeinsamen Glückgefühls wird das Projekt weitergeführt werden. Mit dem Schulumzug im nächsten Jahr steht uns die Orangerie in der Mittagspause oder nach Schulschluss (Herr Rauscher wird sich über die Harmonisierung der Stundenpläne den Kopf zerbrechen) zum Trainieren zur Verfügung, um beim nächsten Ekiden einige Plätze zu gewinnen !


Karen Denni